Urlaub auf zwei Rädern: Motorradreise planen

Urlaub auf zwei Rädern: Motorradreise richtig planen

 

Unter den Motorradfahrern besteht Einigkeit: Das Gefühl, sich mit der Maschine rasant in die Kurven zu legen, ist einzigartig. Ein Hauch von Freiheit und Abenteuer liegt in der Luft. Auf den Straßen begegnet man vielen Gleichgesinnten. Bei einem Stop lernt man andere Menschen kennen. Fachwissen wird ebenso ausgetauscht wie das Erlebte unterwegs. Eine Reise mit dem Motorrad bietet höchste Flexibilität. Grundvoraussetzung für einen solchen Urlaub ist die richtige Planung, nur so wird er zum vollen Erfolg.

 

Sicherheitscheck nicht vergessen

 

Bevor es überhaupt losgeht, sollte das Motorrad noch einmal gründlich auf Mängel gecheckt werden. Mit kleineren Defekten lässt sich im Alltag leicht umgehen. Auf einer längeren Reise können sie jedoch lästig sein. Es gibt einige Dinge, die von jedem Motorradfahrer selbst überprüft werden können. Dazu gehören unter anderem:

  • Bremsfunktion

  • Hydraulik- und Bremsflüssigkeit

  • Reifenprofil und Luftdruck

  • Ölstand

  • Antriebskette

  • Beleuchtung

  • zulässiges Gesamtgewicht

 

Lange oder kurze Tour? Allein oder in der Gruppe?

 

Eine realistische Planung ist immer sinnvoll. Sie umfasst die Beantwortung einiger Fragen: Zunächst muss die Entscheidung getroffen werden, welche Reiseart für einen selbst in Frage kommt. Während einige hauptsächlich Strecke machen möchten, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, ziehen andere kurze Etappen inklusive Pausen für Sightseeing vor. Außerdem sollte man sich Gedanken machen, ob man lieber alleine oder in der Gruppe unterwegs ist. Ersteres bietet höchstmögliche Unabhängigkeit. Andererseits kann die Motorradtour mit mehreren ein tolles Gemeinschaftserlebnis darstellen. Wichtig ist, dass eine harmonische Gruppe mit etwa den gleichen Urlaubsvorstellungen gebildet wird.

 

Motorradfahren erfordert ein gewisses Maß an Fitness

 

Die zu fahrenden Kilometer sind auf die Fitness der Motorradfahrer abzustimmen. Für mehrere Stunden im Sattel sind durchaus etwas Ausdauer, Gelenkigkeit und Kraft erforderlich. Dies gilt insbesondere für unwegsames Gelände, Gebirgsfahrten oder Touren mit einem Sozius. Sportübungen können eine gute Grundlage sein. Noch besser ist jedoch eine gute Praxis. Auch vor der Reise heißt es daher: fahren und nochmal fahren. Je mehr man unterwegs ist, desto geübter ist man im Umgang mit der Maschine. Auch schlechtes Wetter sollte niemanden von einer Fahrt abhalten. Schließlich kann es auch im Urlaub regnen, wobei eine perfekte Fahrzeugbeherrschung erforderlich ist. Wer das zuhause problemlos schafft, gewinnt Selbstvertrauen für die bevorstehende Tour.

 

Die Streckenplanung

 

Ist die Gesamtstrecke festgelegt, empfiehlt es sich, diese in ungefähr gleich lange Etappen einzuteilen. Man sollte dabei realistisch sein und sich keinen unnötigen Stress auferlegen. Zu beachten ist, dass die Konzentration bei steigender Kilometerleistung nachlässt. Deshalb verlegen viele Motorradfahrer den Hauptteil eines jeden Tages auf die ersten Stunden der Teilstrecke. Der Rest wird dadurch überschaubarer. Außerdem genießt man den Vorteil, sich zusätzlich eine Pause gönnen und durch Tempoverringerung die Umgebung in aller Ruhe betrachten zu können.

Tipp: Eine angenehme Tagesetappe sollte 150 – 300 Kilometer umfassen.

 

Straßenverhältnisse und das Wetter in die Planung einbeziehen

 

Kurzfristig schaut man sich vor allem die Streckenverhältnisse noch einmal an. Baustellen, Sperrungen und Umleitungen können einem Motorradfahrer die Laune leicht verderben. Wer beispielsweise über Alpenübergänge kurven möchte, muss auch noch zu Sommerbeginn wie im Juni mit Passsperrungen rechnen. Zuvor beachtet man am besten auch den Wetterbericht und ändert ggfs. seinen Tourenplan.